Vor einiger Zeit waren wir bei den Bränden im Hürtgenwald unterwegs. Nicht, um etwas zu verkaufen. Nicht, um Werbung zu machen. Sondern um Getränke zu den Helferinnen und Helfern zu bringen, die dort unter teilweise extremen Bedingungen im Einsatz waren.
Wenn Menschen ihre Freizeit, ihre Kraft und manchmal auch ihre Gesundheit dafür einsetzen, anderen zu helfen, dann wollten wir unseren Teil dazu beitragen.
Und genau deshalb entstand die Idee für eine neue Aktion.
Die Idee: ein Kanister für das Hohe Venn
Diesmal sollte die Unterstützung nach Belgien gehen, ins Hohe Venn, wo ebenfalls immer wieder die Gefahr von Bränden besteht und zahlreiche Helferinnen und Helfer gebraucht werden. Also dachte ich mir: Wir machen wieder eine Aktion, versteigern einen unserer umgebauten Kanister und spenden den Erlös.
Eigentlich eine schöne Sache.
Eigentlich.
Dann kam der Fake
Denn dann passierte etwas, das leider immer mal wieder passieren kann und trotzdem nicht weniger ärgerlich ist. Ich bin einem Fake aufgelaufen.
Der vermeintliche Käufer wollte den Kanister ersteigern und anschließend persönlich vorbeikommen, um ihn abzuholen. Wir hatten alles entsprechend vereinbart.
Nur: Er kam nicht.
Und als wäre das allein nicht schon ärgerlich genug, wurde ich anschließend in den sozialen Medien von ihm gesperrt.
Tja. Da steht man dann erst einmal da und fragt sich: Was soll man dazu noch sagen?
Warum es mich ärgert
Vielleicht einfach das Offensichtliche: Es ist schade.
Nicht nur wegen des Kanisters. Nicht einmal in erster Linie wegen des Ärgers, der dadurch entstanden ist. Sondern weil hinter solchen Aktionen eine Idee steckt, die eigentlich etwas Gutes bewirken soll.
Wir wollten mit dem Kanister Geld sammeln, um Menschen zu unterstützen, die sich für andere einsetzen. Und stattdessen beschäftigt man sich plötzlich mit einem Fake, einer geplatzten Abholung und jemandem, der offenbar der Meinung ist, dass man sich danach einfach aus dem Staub machen kann.
Die Aktion kommt trotzdem
Trotzdem werde ich die Idee nicht begraben. Denn ein schlechter Kontakt soll nicht dafür sorgen, dass eine gute Sache keine Chance mehr bekommt.
Die Aktion für das Hohe Venn wird kommen. Vielleicht etwas anders als ursprünglich geplant. Vielleicht mit anderen Regeln. Aber sie wird kommen.
Denn am Ende sollte nicht derjenige gewinnen, der andere übers Ohr haut. Sondern die Menschen, denen unsere Unterstützung tatsächlich zugutekommt.
Und genau darum geht es bei solchen Aktionen. Nicht um den Kanister. Sondern darum, was man damit bewirken kann.
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